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![]() | In 3 days across Provence (FRA) After our night training on the mountain of Chasseral from the 22.-23. of March and our horseback riding in the french Jura of the 12. of April, our biggest training was planed: by foot from the region of Aix-en-Provence to Nizza! english translation coming soon Donnerstag, 17. April: River Rafting Genf: Am Donnerstagmorgen, 17. April, wurden Bettina, Jan, Alain und meine Wenigkeit von Jean-Pierre GOLAY in Genf empfangen. Er ist der Besitzer eines Rafting Unternehmens (mehr unter www.rafting-loisirs.ch). Er gab uns wertvolle Tipps, damit wir in Kyrgyzstan nicht allzu viel Wasser schlucken werden. Natürlich kamen wir bereits zu etwas action und lernten, mit den Tücken der Wellen und der Strömung umzugehen. Nach einem gemütlichen Mittagessen ging's dann ums Packen unserer 35l Salomon Rucksäcke. Alles musste für die 3 Tage und Nächte Platz haben und somit beschränkten wir uns aufs Minimum. Ins Schwitzen kamen wir ungewollt etwas später, da wir einen Zug verpassten und doch noch spätabends in Südfrankreich sein wollten. Nach einer Taxifahrt nach Vinon sur Verdon (nordöstlich von Aix-en-Provence) begannen wir morgens um 1Uhr mit unserer Expedition! Freitag, 18. April: "Loufe, loufe, loufe…" Bei herrlichstem Mondschein liefen wir zügigen Schrittes Richtung Quinson, Lac de Ste-Croix, immer das Ziel Nizza im Hinterkopf. Nach dreieinhalb Stunden versuchten wir in einem Wald etwas zu Schlafen, was jedoch ohne Schlafsack, mit einer 50g Überlebensdecke quasi unmöglich war… So blieb uns nur eines: "Loufe, loufe, loufe…" Ein herrlicher Sonnenaufgang und das Spüren der Wärme nahmen wir dankend auf! Nonstop wurde bis gegen Mittag (!) marschiert. In Beaudinard sur Verdon gönnten wir unsern müden Füssen eine kleine Pause und trafen dort ebenfalls den Fotografen und Journalisten Baptiste Briand und seine Freundin, der einen Vorbericht über uns und unser Team dann vor allem an der Raid Gauloises besonders begleiten wird. Im Playboy (!) und Newlook können diese Artikel vor - und vor allem nach dem Wettkampf gelesen werden (September Ausgabe). Auf der Asphaltstrasse des Lac de Ste-Croix erhöhte Alain den Rhythmus. Mit einem voll beladenen Rucksack und halbhohen Schuhen zu rennen ist gar nicht so einfach. Da wir seit Donnerstagmorgen eigentlich nicht richtig geschlafen hatten, machten wir eine 2 stündige Siesta gegen 18h abends, bevor wir dann den Corniche Sublime (1577m) in der Abenddämmerung in Angriff nahmen. Erstmals sahen wir die eindrückliche Landschaft des Grand Canyon du Verdon. Gegen 22Uhr kochten wir, das Grunzen der Wildschweine ganz in der Nähe, unser Nachtessen auf dem Mini-Gaskocher. Nach einer knappen Stunde ging's in die zweite Nacht. Schade, dass wir da nichts mehr vom Grand Canyon sahen. Samstag, 19. April: "Loufe, loufe,loufe…" Nach einer anstrengenden Phase quer durch Felsen und Gebüsch, versuchten wir gegen 2Uhr etwas zu Schlafen. Uns unter eine alte Plastikabdeckung eines Pick-ups verkriechend, erhofften wir uns durch die Enge ein gegenseitiges Wärme geben. Nach 90 Minuten liefen wir jedoch zähneklappernd weiter. Beim "Frühstück" in einem abgelegenen Dörfchen behandelten wir Bettinas Füsse, die 2 Riesen Blasen hatten. Im ersten Moment sahen wir schwarz, doch - Compeed sei Dank - konnte sie relativ beschwerdefrei weiterlaufen. Gegen Mittag trafen wir wiederum Baptiste im Örtchen Bastide. Dort gönnten wir uns eine Stunde Pause und genossen die Verpflegung. Am Nachmittag war eine Siesta an der wärmenden Sonne geplant. Nachdem wir uns "gemütlich" eingerichtet hatten, gab's die ersten Regentropfen und es blieb uns nur eines: Loufe, loufe, loufe… Bis 18h waren wir zügigen Schrittes unterwegs. Als es jedoch wirklich heftig zu regnen begann, suchten wir eine Auberge, um dort die Nacht zu verbringen - es soll ja schliesslich nicht härter sein, als die Raid Gauloises selbst. Sonntag, 20. April : "Räge, räge, räge…" Morgens um 5h regnete es immer noch in Strömen und um 7h brachen wir auf. Nach 2h mussten wir bei einem Bauern um Plastiksäcke bitten, da wir tropfnass und sehr kalt hatten (ich war in Gedanken in meinen Kleiderschrank zuhause, voll gestopft mit den besten und technischsten Sportkleidern). Stürmisch mit Schneefall war's sogar auf dem Plateau de Calern. Die Witterungsbedingungen wurden richtiggehend extrem. Wir spürten die Finger nicht mehr. Aufgrund des extremen Wettern beendeten wir unseren 3Tages-Marsch in Grasse und mit Baptiste genossen wir das grosse Steak an der Wärme, am Trockenen, am Meer... Am Flughafen in Nizza sorgten wir mit unserem Outfit für einiges Aufsehen. Montag, 21. April: "Schlafe, schlafe, schlafe" 00h30: Leider war der McDonalds in Yverdon bereits zu. Alain, Jan und ich hätten wohl einige BigMacs verschlungen! Um halb zwei ging's endlich ins breite, warme Bett!!! Fazit: Wir haben viele Erfahrungen sammeln können. Wir konnten die Essportionen testen, Ist's einigermassen genug, ist die Mischung ideal; wir wissen, dass die Problematik Erholung in der Kälte auch in Kyrgyzstan aktuell sein wird - da müssen noch Lösungen gefunden werden. Wir konnten die Schuhe testen und die körperliche und mentale Belastbarkeit wurde auch bereits gefordert. Das wichtigste ist jedoch die Erkenntnis, dass wir als Team harmonieren!!! Raid Gauloises: 40% Physis - 30% Teamgeist - 30% Technisch-taktische Fertigkeiten | ![]() | ![]() |
17 - 20 April 2003 Genève Aix-en-Provence Grasse Nice | ![]() | |||