Borneo - brutale Saisonende am Outdoor Quest




Vorbereitung:
Die Outdoor Quest ist neben der Raid Gauloise, Eco Challenge und Primal Quest das bestbesetzte und bedeutendste Rennen in der Welt der Abenteuer Wettkämpfe.

25 Teams aus 16 Nationen , darunter Weltmeister und Weltrekordhalter in Sportarten wie Orientierungslauf, Triathlon, Wintertriathlon, Mountainbike, Kajak, Xterra, Schneeschuhlaufen, Kanu, Berglauf, dazu alles was Rang und Namen hat in der Welt des Abenteuer Sportes, zeigte die hohe Qualität des Teilnehmerfeldes.

Wissend, welch grosse Konkurrenz und ahnend, was für ein harter Kurs unter klimatisch extremsten Bedingungen uns erwarten wird, haben wir uns minutiös auf diesen Wettkampf vorbereitet. Da unsere Stärken im Rennen und Mountainbiken sind, wurde besonders viel Wert auf das Kajaktraining gelegt. Auch wurde in übermässig viel Kleidern trainiert, zur Simulierung der Hitze, die uns in Borneo erwarten wird.

Für unsere erste Teilnahme an der Outdoor Quest formulierten wir unser Ziel folgendermassen: " Wir wollen dem Rennen einen Stempel aufsetzten, Spuren hinterlassen und möglichst vorne mithalten." Zu wissen wo genau wir Leistungsmässig stehen, war schwierig einzuschätzen.



Rennverlauf:
Tag 1 - Islands in the sun
(Kajak - Jungle-Run - Kajak - Inline/Bike and Run - Beach Run)

Der Start, der vollgespickt war mit verschiedensten Adventure Skills, verlief etwas harzig. Mit der Zeit aber konnten wir auf dem Kajak unseren Rhythmus finden und erreichten die Insel mit etwa 5min Rückstand auf die Spitze. Im anschliessenden Dschungel Run mit über 500m Höhendifferenz wurde die Hitze (40°C) und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit zum Problem. Die Reaktion war ein Asthma Anfall verbunden mit Tacchicardia (Pulsfrequenz Störungen) von Alain. Wir verlangsamten das Tempo und nur dank Alains ausserordentlich grossen mentalen Stärke konnten wir diese Etappe beenden. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Sorge nicht wie gross ist der Rückstand zur Spitze, sondern, wie bringen wir Alain über die folgende Kajak Strecke. Bei ruhiger See konnten wir die Boote zusammenbinden, bei Wellengang war dies unmöglich.


Jeder von uns war erleichtert als wir nach 2h30min wieder festen Boden unter den Füssen hatten. Beim folgenden "Bike and Run" fühlte sich Alain wieder besser und zusammen mit Iwan wurde die Strecke geschickt eingeteilt. Luc und Bettina waren parallel auf den Inline Skates. In dieser Teiletappe hatten wir Bestzeit unter allen Teams aufgestellt. Wir waren froh, nach der folgenden Laufetappe den Tag abschliessen zu können.

Die Gefühle waren gemischt: einerseits erleichtert, dass wir trotz allem was passiert war, den Tag beenden konnten, doch andererseits wissend, dass wir zu viel besserem fähig sind.
















Tag 2 - Rumble in the Jungle
(Jungle Run - Mountainbike - Jungle Run - Bike and Run - River Kayak)

Der Start des zweiten Tages war auf ca 800 müM. Darum waren die Temperaturen etwa 10°C tiefer als am Vortag. Das war eine grosse Erleichterung. Wir fühlten uns gut im ersten Jungle Run und kamen etwa als 8. Teams in die Wechselzone mit wenig Rückstand auf die Spitze. In der folgenden Mountainbike Strecke konnten wir drei Teams einholen. Zwei weitere Teams überholten wir auf der Etappe "Run und Bike" in der wir wiederum Bestzeit unter allen Teams aufstellten. Nun waren wir auf dem dritten Platz hinter Team High-Tec und Nokia und konnten diesen Rang auch auf der letzten Etappe dem River-Kajak halten. Kopf an Kopf mit den aller Besten der Welt racen zu können war beflügelnd und zeigte uns, zu was wir wirklich fähig sind. Mit diesem Tag waren wir sehr zufrieden.





Tag 3 - Another day in Paradise
(Jungle Run- Mountainbike - Ocean Kajak - Native Boat - Inline Skate)

Der erste Lauf begann etwas harzig mit viel Coasteering, was grosse Konzentration verlangte. Die Strecke war auf Meereshöhe und die Hitze wieder ähnlich hoch wie am ersten Tag. Nach etwa 30min fanden wir unseren Rhythmus und begannen einige Teams einzuholen. Wir kamen mit ca 5min Rückstand auf die Spitze in die Wechselzone, die unmittelbaren Konkurrenten nicht weit vor uns. Das Ziel der folgenden MTB Etappe war, den Zeitabstand von Mannschaften, die im Gesamtklassement direkt vor uns lagen, zu verkürzen, da MTB unsere Stärke ist. (Am Tag 2 hatten wir die 2. schnellste MTB Etappenzeit).

Trotz ausgezeichnetem Start kam es anders: Auf halber Distanz hatte Iwans Bike einen Platten. Luc blieb bei Iwan um bei der Reparatur behilflich zu sein. Alain und Bettina fuhren mit dem Gedanken voraus, von diesen beiden bald wieder eingeholt zu werden.. Kurze Zeit nach der ersten Reparatur hatte Iwans Pneu wiederum ein Loch.. Nochmals flicken und erneut 3min Zeitverlust. Um Alain und Bettina möglichst schnell einzuholen, fuhren Iwan und Luc volles Risiko. In einer Kurve, etwas zu schnell, verlor Iwan die Kontrolle über sein Velo und stürzte: Schlüsselbeinbruch.

Der Rest des Tages war gezeichnet von Iwans Verletzung: Schwieriger und sehr schmerzhafter Transport von Iwan ins Spital von Kota Kinabalu. Die Röntgenbilder zeigten einen vierfachen Bruch des Schlüsselbeins, was eine Operation verlangte. Am folgenden Tag flog Iwan in die Schweiz zurück und wurde in der Schulthess Klinik operiert.

Tag 4 - Mountain Madness
( Mountain Run - Mountainbike - River Kajak)

Luc blieb bei Iwan und begleitete ihn zum Flughafen.
Alain und Bettina entschieden sich ausser Konkurrenz am 4. Tag teilzunehmen. Als erstes Team standen sie nach 2000m Aufstieg auf dem Gipfel des 4100müM gelegenen Mount Kinabalu! Der 2000m Abstieg verlangte grosse Konzentration um keine Verletzung zu riskieren. Auch auf der folgenden MTB Strecke waren die beiden das führende Team. Das abschliessende River Kajak zeigte uns noch einmal die Schönheit von Sabah. Auf der Finishline waren wir in Gedanken bei Iwan und Luc.



Faszit
Uebers ganze Rennen gesehen - Rollercoaster Erfahrung:
Schwieriger 1. Tag, Ausgezeichnete Leistung am 2. Tag, Unfall am 3. Tag

Stärken:
- Wie wir uns am 2. Tag auffangen konnten und wirklich zeigten, zu was unser Team fähig ist!
- MTB, "Run und Bike", Inline (je Beste oder Zweitbeste Abschnitt Zeit)
- 4. beste Abschnittzeit auf Kajak Etappe. Tag 2 (nur 3 min Rückstand auf bestes Team)
- Teamarbeit: hervorragend!

Verbesserungspotential:
- An jedem Tag brauchten wir zuerst 30min um einen Rhythmus zu finden. In Zukunft müssen wir versuchen, von Start an vorne mit dabei zu sein. Lösungsvorschlag: Startsimulationen im Training.
- Kajak: Wir sind neu in diesem Sport, daher haben wir noch grosses Potential uns zu steigern. Zeitmässig haben wir nicht viel auf die Besten verloren. Mit noch mehr Training können wir die Kajak Etappen kräfteschonender bewältigen.

Resultat
Ein Rennen nicht zu beenden ist nie befriedigend. Auch wenn wir realistisch sein müssen und wissen, dass unser Sport immer ein Risiko enthält. Doch kamen wir nach Sabah mit grösseren Zielen wie nur "learning experience". Umgekehrt haben wir - auch wenn es vom Resultat nicht ersichtlich ist - bei der Konkurrenz Respekt geholt und Spuren hinterlassen.

Ausblick
Unsere erste Teilnahme an der Outdoor Quest zeigte uns, dass wir mit einem optimalen Rennen das Potential haben unter die ersten drei zu kommen. Dies ist eine grosse Motivation für die Zukunft!

Index Français Deutsch English



www.msoq.com

Videos :
Prolog
Tag 1
Tag 2
Tag 3
Tag 4


Das Rennen vom innen

"Warum haben Affen einen so dicken Pelz, wenn sie doch bei 40°C im Dschungel hausen? Und wie angeln sie sich von Ast zu Ast ohne Handschuhe zu Tragen? Alain operierte sich nach dem ersten Tag 20 Dornen aus seinen Händen." - bettina

"Einigemale muss ich wirklich voll am Limit gewesen sein: weder sah ich die beiden Affen, die vor unseren Augen spazierten, noch realisierte ich, dass wir durch romantische kleine Küstensiedlungen hindurch rannten." - bettina

"Die Bikestrecke am vierten Tag war ein ganz besonderes Erlebnis: Alain und ich waren in führender Position und hatten daher einen Polizei Töff unmittelbar vor uns der den Weg frei machte: Autos wurden angehalten, Hunde, Schweine, Affen und Schlangen aus dem Weg geräumt...alles nur für uns!" - bettina

"Apropos Schlangen: Team Nokia traf ein an Grösse besonders eindrückliches Exemplar an. Dieses wunderte sich derart über die vier MTB, dass es sich nicht entschliessen konnte, welcher der Finnen zum Diner der Beste wäre..... und so ergriffen diese auf leisen, schnellen Solen die Flucht." - bettina

"Wie die Hirntätigkeit mit zunehmender Müdigkeit abnimmt: Weder sprach, noch verstand ich vom zweiten Tag an auch nur ein Wort Französisch." - bettina


"Boire, boire, boire et encore boire un petit peu pour être certain de ne pas se déshydrater, j'ai bu 14 litres le premier jour!!! Et les autres jours je n'ai plus planifié... Mais, en ayant assez de sucer mon camel back, et ayant moins de pression, j'ai rempli mon sac de bouteilles le dernier jour, ce qui n'était pas plus mal." - alain

"En kayak, le premier jour, après mes problèmes dans la jungle, je voyais noir et avais peur de verser, tomber à l'eau, et couler comme une pierre, l'enfer." - alain

"Dans la jungle, j'ai cru qu'on arrivait près d'un village car j'entendais une scierie, mais c'étaient des insectes qui remplissaient l'athmosphère d'un bruit assourdissant. On a aussi eu droit à une petite tranche d'exotisme lorsqu'on traversait un village sur une petite île et que le son de prédications sortaient de la mosquée rudimentaire du village. Les sons imprègne très fort le coureur qui entend tout même si la fatigue fait qu'il n'a plus les yeux en face des trous." - alain

"Une pensée m'a hanté : il fallait s'entraîner au papillorama, en kayak dans la gouille à piranha, ou dans la serre du jardin botanique. on parlait de spinning dans une sauna en plaisantant..." - alain

"Le dernier jour, l'élastique ne s'est pas détendue en montant au Mont Kinabalu (2000m de dénivellé), en effet, je n'avais pas envie de ne pas être premier au sommet car ma confiance dans l'organisation n'était pas au top en ce qui concernait les "adventure skills" (pas de neutralisation lorsqu'il faut attendre à l'entrée d'une tyrolienne, collisions sur cette tyrolienne...), donc je voulais passer le rappel en tête pour être assuré d'avoir des cordes qui n'ont pas râpé le rocher après le passage des équipes." - alain

"Une fois un avion trouvé pour Iwan au soir du 3e jour, l'énergie manquait, la tête n'était plus très à son affaire et l'heure limite étant déjà dépassée, je ne suis pas retourné mettre mes chaussures de vtt dans le box de départ vtt, ce qui signifie que c'est en chaussures de course que j'ai fait le vtt, il y a avait 2000m de dénivellation en descente, et quelques petites montées dans l'une desquelles on a cassé l'élastique, faisait-il trop chaud ?" - alain

"Le vtt de Luc en première page du Borneo Post ! En effet, Luc a prêté son vélo à un français qui avait un problème de freins et ce dernier a chuté sur le chemin à l'endroit où la couche de boue était la plus épaisse, on ne voyant que le blanc de ses yeux sur la photo!" -alain



"Les animaux sauvages représentent toujours une source de discussion avant le raid.Quelles bêtes risquons-nous de renconter? Comment faut-il réagir? Comment éviter les mauvaises rencontres? Après les serpents à sonnette et les cougars de Californie, la Malaisie présentait tous les atouts nécessaires pour de subites montées d'adrénaline! Outre les singes, plus curieux que dangereux, les organisateurs nous ont mis en garde contre les crocodiles..." - luc

"Animaux sauvages bis: Je ne sais pas si c'est l'odeur de la transpiration mélangée à la crème solaire, ou le bruit de notre respiration épaisse, toujours est-il que la faune de Bornéo est restée cachée de nos regards. Ce n'est que par 15 mètres de profonds lors d'une plongée avec bouteilles le dernier jour de notre voyage que Alain et moi avons pu admirer de magnifiques tortues de mer et une multitude de poissons multicolors." - luc

"La communication dans l'équipe joue un rôle primordial comme chacun le sait. Avec 2 suisse-allemands et 2 romands, notre team a constamment mélangé les langues en fonction du stress, de la fatigue et de l'humeur du moment. Ajoutez à cela les contacts en anglais avec les autres équipes et les organisateurs et vous comprendrez que le résultat avait souvent de quoi surprendre." "Crache tout, on triera." - luc

"Le kayak à deux est une source de dispute comme chacun le sait. Avec Bettina il nous a fallu pas mal de temps pour vraiment s'entendre. A son commandement "gauche!" il fallait parfois comprendre "aller à gauche", mais parfois aussi "pagayer à gauche pour tourner à droite!" Sans compter toutes les fois ou la traduction d'allemand en français à l'approche des rapides se trouvait perturbée... Toujours est-il que nous n'avons jamais versé et que je n'ai jamais eu de peine à comprendre le soupir de soulagement accompagné du "bravo Luc" à la sortie des passages délicats." - luc



Photos ©Alex di Suvero, Coni Altherr